Gebäude und Interessantes am Standort



Stift Tilbeck ist durch mächtige Bauten aus Baumberger Sandstein geprägt, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Dabei stechen der Wasserturm, die Tilbecker Kapelle mit ihrem Dachreiter und das mit einem Glockenturm gekrönte Gertrud – Gebäude hervor.

Gebäude
Ende des 19. Jahrhunderts entstand die Tilbecker Kapelle. Sie wurde 1897 eingeweiht. Das vom Münsteraner Dombaumeister Hilger Hertel d. Ä. begründete Architekturbüro schuf eine neugotische Kapelle, die durch ihre Helligkeit und strenge Ästhetik beeindruckt.

Von historischer Bedeutung ist das zentrale Franziskusgebäude mit seiner östlichen Schaufront.

Prägend für die Gesamtanlage ist der Tilbecker Wasserturm. Er wurde 1907 errichtet und sicherte die Wasserversorgung des Stiftes bis in das Jahr 1977. Mit einer Höhe von 35 m stellt er ein einzigartiges Beispiel für technische Zweckbauten im zentralen Münsterland. Die Räume des Erdgeschosses werden als Buchantiquariat genutzt. Hier sind Ehrenamtliche aktiv, der Spendenerlös kommt gemeinnützigen Zwecken zu Gute.

Der Festsaal im 1907 errichteten Gebäudeteil Gertrud ist einer der schönsten Säle im zentralen Münsterland. Er bietet 400 Besuchern Platz.

Der Tilbecker Friedhof  ist ein Ort der Stille und Erinnerung. Hier fand die Gründerin Frau Gertrud Teigelkemper (1829 bis 1900) ihre letzte Ruhestätte. Hier liegen auch viele der Schwestern der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen von Münster – Mauritz. Diese Ordensgemeinschaft hatte seit 1899 die pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung der hier lebenden kranken oder behinderten Menschen sichergestellt.

Von historischer Bedeutung ist die Durchgangsscheune am Peter - Lustig - Platz.

2005 entstand das neue Treppenhaus vor dem Gertrud – Gebäude. Es dient der Erschließung der in diesen Gebäuden lebenden Bereiche und sichert einen guten Zugang zum Gertrud Teigelkemper Saal (Festsaal). Der Entwurf stammt von dem Architekten Eckhard Scholz aus Senden.

Am Nordwestrand des Geländes steht das Gebäude des Tilbecker Konventes der Ordensgemeinschaft der Mauritzer Franziskanerinnen.

Im östlichen Geländebereich befinden sich Wohnhäuser für Menschen mit Behinderungen. Diese Gebäude rund um den Brunnenplatz wurden Anfang der 1970-er Jahre errichtet, die Häuser wurden seit 2011 saniert, der Brunnenplatz selbst wurde im Sommer 2013 neu gestaltet. Ebenfalls im östlichen Geländebereich liegen die Tilbecker Werkstätten. Östlich schließt sich der Neubau eines Werkstattbereiches für schwerstbehinderte Menchen an.

Im südlichen Teil der Zentralbereiches liegt das markant gelb gezeichnete Konrad von Parzham Haus. Es wurde im Jahre 2007 fertiggestellt nach Plänen des Büros von Lom Architekten Köln. Hier leben 64 alte behinderte Menschen mit hohem altersbedingtem Pflegebedarf.

 

Skulpturen

Die Skulptur "Der gebrochene Engel" des Bildhauers Georg Ahrens, Weibern, errichtet auf dem Tilbecker Friedhof (Eingang Ecke Ahornallee / Am Friedhof), erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus. Sie wurde im Jahre 2001 zur Erinnerung an den 60. Jahrestag der Predigt Bischofs von Galen vom 3. August 1941 in der Lambertikirche in Münster aufgestellt. In dieser Predigt prangerte Bischof von Galen die Maßnahmen der NS - "Euthanasie" öffentlich an. Stift Tilbeck, in Trägerschaft des Bischofs von Münster, war selber durch Transporte  betroffen, 228 Personen sind zwangsweise weggebracht worden.

Seit Januar 2014 erinnert eine Gedenktafel an diese 228 Menschen. Sie zählt ihre Namen auf und benennt - soweit bekannt - auch Sterbedatum und -ort.

An der Ziegenwiese an der Ecke Ahornallee / Hinter der alten Scheune steht eine Stele mit dem Hinweis auf das Ems - Auenprojekt der Regionale 2004. Gemeinsam mit der Grundschule Schapdetten ist hier das Projekt 73 angesiedelt worden.

 

 

 

 




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